Tagungen

Das Gesundheitssystem aus Sicht der Patientinnen und Patienten neu denken

Patient Empowerment, Transparenz und die grossen Game Changer der nächsten Jahre

Die Debatten in der schweizerischen Gesundheitspolitik werden intensiv geführt – über Kosten und Prämien, Tarife und Finanzierung, Spitalplanung und Versorgungskapazitäten, Zuständigkeiten und Regulierung. Im Zentrum stehen dabei meist die Perspektiven der Leistungserbringer, der Versicherer, der Politik und der Behörden. Sie prägen die Debatten, bestimmen die Reformagenda und ringen um die künftige Ausgestaltung des Systems.

Doch wo bleibt die Perspektive derjenigen, für die dieses System da ist? Wie erleben Patientinnen und Patienten die Versorgung tatsächlich? Was brauchen sie, um informierte Entscheidungen treffen, ihre Behandlung mitgestalten und sich im Gesundheitswesen orientieren zu können? Und wie konsequent werden ihre Bedürfnisse, Erwartungen und Lebensrealitäten bei gesundheitspolitischen Entscheidungen berücksichtigt?

Die Patientenperspektive ist zwar in aller Munde. In den konkreten politischen Auseinandersetzungen erhält sie jedoch häufig weniger Raum als die institutionellen, finanziellen und regulatorischen Interessen. Dabei entscheidet sich gerade aus Sicht der Patientinnen und Patienten, ob das Gesundheitswesen nicht nur finanzierbar und leistungsfähig, sondern auch verständlich, zugänglich, wirksam und menschlich ist.

Die SGGP will dieser Perspektive Raum geben – und sie sicht- und hörbar machen. Die Tagung lädt dazu ein, das Schweizer Gesundheitswesen konsequent vom Menschen her zu betrachten: nicht allein aus der Sicht der Institutionen, die es organisieren, finanzieren und regulieren, sondern aus der Sicht jener Menschen, die auf seine Leistungen angewiesen sind und mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben.

Welche Erfahrungen machen Patientinnen und Patienten heute? Wie können Initiativen wie z.B. nolongerpatient.com dazu beitragen, dass das Gesundheitssystem lernt? Wie verändern neue Technologien, künstliche Intelligenz, Gesundheitsdaten und mehr Transparenz die Möglichkeiten, aber auch die Erwartungen an eine patientenzentrierte Versorgung? Und welche gesundheitspolitischen Reformen braucht es, damit Patient Empowerment, informierte Entscheidungen und die Orientierung am Behandlungsergebnis nicht bloss programmatische Ziele bleiben?

Die Tagung verbindet persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlicher Einordnung und gesundheitspolitischer Debatte. Sie führt von der heutigen Versorgungsrealität über die grossen Veränderungen der kommenden Jahre zur Frage, wie ein Gesundheitswesen gestaltet werden kann, das die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Patientinnen und Patienten konsequent zum Ausgangspunkt nimmt.

Im Zentrum steht eine einfache, aber weitreichende Frage: Wie müsste das Schweizer Gesundheitswesen aussehen, wenn wir es nicht primär von seinen Institutionen, Finanzierungsmechanismen und Zuständigkeiten her denken würden, sondern von den Menschen, denen es dienen soll?

Wir freuen uns auf eine Tagung, die etablierte Sichtweisen hinterfragt, neue Perspektiven eröffnet und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der schweizerischen Gesundheitspolitik setzt.

Datum
Mittwoch, 18. November 2026
Ort
Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern, Bern
Auf Google Maps öffnen
Anmeldeschluss
Montag, 09. November 2026
Tagungsgebühr*
Fr. 115.– für SGGP-Mitglieder
Fr. 175.– für Nicht-Mitglieder
Fr. 30.– für Lernende/Studierende und Arbeitsuchende
Fr. 175.– Tagungsgebühr inkl. Mitgliederbeitrag für Einzelmitglied 2026, zuzügl. MWSt. (für Kollektivmitglieder bitte anfragen)
* exkl. MwSt.

13.30 —
13.40
Begrüssung und Einführung, Überblick über die Tagungsthemen

Christian Lohr, Nationalrat, Präsident SGGP

Guido Schommer, Geschäftsführer

13.40 —
14.25
Keynote 1: Spitzensportlerin und immer wieder Patientin. Strategischer Zukunftsblick auf gesellschaftliche Erwartungen.

Romy Tschopp, Schweizer Profi-Parasnowboarderin mit «offenem Rücken» (Spina bifida)

14.25 —
15.10
Keynote 2: Die grössten Game Changer für die Patientenperspektive

Nikola Biller-Andorno, Ärztin, Philosophin, Bioethikerin, Prof. Dr. med. Dr. phil., Direktorin Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte (IBME), Universität Zürich

15.10 —
15.40
Pause
15.40 —
16.25
Debatte: 1 Jahr vor den Eidg. Wahlen: Welche konkreten Reformen braucht das Schweizer Gesundheitssystem, wenn es die Patientinnen und Patienten ernst nimmt?

SR Josef Dittli (FDP/UR), Beirat Schweizer Paraplegiker-Stiftung

NR Patrick Hässig (GLP/ZH), dipl. Pflegefachmann

SR Flavia Wasserfallen(SP/BE), Präsidentin Gesundheitsligenkonferenz (GELIKO)

Moderation: Rahel Walser

16.25 —
16.30
Folgerungen für die Gesundheitspolitik

Christian Lohr, Nationalrat, Präsident SGGP

Guido Schommer, Geschäftsführer

Datum
Mittwoch, 18. November 2026
Ort
Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern, Bern
Auf Google Maps öffnen
Anmeldeschluss
Montag, 09. November 2026
Tagungsgebühr*
Fr. 115.– für SGGP-Mitglieder
Fr. 175.– für Nicht-Mitglieder
Fr. 30.– für Lernende/Studierende und Arbeitsuchende
Fr. 175.– Tagungsgebühr inkl. Mitgliederbeitrag für Einzelmitglied 2026, zuzügl. MWSt. (für Kollektivmitglieder bitte anfragen)
* exkl. MwSt.