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Band 122 der SGGP-Schriftenreihe

Einheitskasse – warum nicht?
Krankenversicherungsmarkt oder öffentliche Krankenkasse: Eine Wirkungsanalyse
Mit einem Vorwort von Ständerätin Christine Egerszegi und kritischen Anmerkungen von Maria Trottmann und Reinhard Busse in Interviews.

Autorin: Anna Sax

Eine soziale Krankenversicherung mit 61 Krankenkassen, deren Wettbewerb in erster Linie auf die Jagd nach guten Risiken ausgerichtet ist – macht das Sinn? Anna Sax, Gesundheitsökonomin und Publizistin, stellt in ihrer Studie dieses aus einem typisch schweizerischen Kompromiss heraus geborene Modell dem einer öffentlichen Krankenkasse mit regionalen Agenturen gegenüber.

Die heutige Art der Durchführung der sozialen Krankenversicherung erfordert eine Vielzahl von Regulierungen, um die Solidarität beim Zugang zur Grundversicherung zu gewährleisten. Der Wettbewerb wird aus sozialen Gründen auf vielfältige Weise beschnitten, so dass für die Versicherer als wichtigster Anreiz bleibt, möglichst gute Risiken zu versichern und Risikoselektion zu betreiben.

Für die Autorin ist es nun an der Zeit zu prüfen, ob eine als Einheitskasse geführte öffentliche Krankenkasse nicht besser geeignet wäre, um den künftigen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung zu begegnen. In ihrem Buch werden die Wirkungen einer Einheitskasse anstelle der heutigen Kassenvielfalt untersucht. Gefragt wird nach den Kostenfolgen, den Auswirkungen auf die Versorgungsqualität und auf die Wirtschaft. Der Wettbewerb als Patentrezept für das Gesundheitswesen und insbesondere die soziale Krankenversicherung wird kritisch hinterfragt.

Das Buch geht auf die Vorteile, aber auch auf Schwierigkeiten und mögliche Stolpersteine ein, die mit der Umstellung auf eine Einheitskasse verbunden wären. Als Resultat der Analyse wird die Einheitskasse zwar grundsätzlich positiv beurteilt. Ziel dieser Publikation ist es jedoch in erster Linie, den Leserinnen und Lesern zu ermöglichen, sich im Hinblick auf die Volksabstimmung vom Herbst 2014 ein differenziertes Urteil zu bilden.

Verlag SGGP, Bern, 2013, 121 Seiten
ISBN 978-3-85707-122-5

Preis:
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