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Band 127 der SGGP-Schriftenreihe

Spannungsfeld Föderalismus

Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie im politischen Alltag der Schweiz – Resultate der Föderalismusplattform der SGGP

Herausgeber: SGGP - Stephan Hill

Experten des schweizerischen Gesundheitswesens analysieren in diesem Sammelband die Chancen und Risiken des Föderalismus im Spannungsfeld zwischen Bund und Kantonen. Die Beiträge sind vor dem Hintergrund einer von der SGGP-Diskussionsplattform zu diesem Thema entstanden, an der die wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens teilnahmen.

Gesundheitspolitik ist Sache der Kantone und des Bundes. Er erlässt Gesetze und Vorgaben, die von den Kantonen ausgeführt und finanziert werden müssen. Diese fühlen sich in ihrer Hoheit gefährdet. Die Kleinräumigkeit der Schweiz mit ihren 26 Kantonen bietet Vorteile wie Bürgernähe, kurze Wege, Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Es gibt aber auch grosse Qualitätsunterschiede, Doppelspurigkeiten, Verschwendung von knappen Ressourcen und Protektionismus.

Die SGGP befragte die Teilnehmer, wie ein neues Steuerungsmodell für das Gesundheitswesen gestaltet sein sollte: Zentralgesteuert, harmonisiert, kantonal gesteuert, multipartnerschaftlich entwickelt? Die Akteure bewerten aus ihrer Sicht Schwächen und Stärken des Föderalismus im schweizerischen Gesundheitswesen und fordern gezielte Reformen sowie verbindliche und messbare nationale Ziele.

Lösungen aus dem Dilemma zwischen regionaler und lokaler Beharrlichkeit einerseits und überregionaler oder zentraler Steuerung und Koordination andererseits müssen in der Schnittmenge zwischen Bund und Kantonen gefunden werden. Ein Ansatz dazu besteht bereits im seit 2003 geführten„ Dialog nationale Gesundheitspolitik“. Eine Stärkung der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) wäre ein weiterer Ansatz zur Vermittlung unterschiedlicher Positionen zwischen Bund und Kantonen.

Verlag SGGP, Bern, 2015, 162 Seiten
ISBN 978-3-85707-127-0

Preis:
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