Irchel-Tagung 2009
Heraus aus dem Pflegenotstand
Personalmangel, steigende fachliche Anforderungen an die Pflege, Kosten- und Leistungsdruck machen Pflegenden und Pflegebedürftigen vor allem in der Langzeitpflege zu schaffen. Die demographische Entwicklung und die Einführung von Fallpauschalen in den Spitälern stellen die Pflege vor neue Aufgaben. Viele Pflegende fühlen sich überfordert und gestresst. Viele ver-lassen ihren Beruf und werden durch Pflegende aus dem Ausland ersetzt. Das Schlagwort vom „Pflegenotstand“ macht die Runde. Und die Generation der Baby-Boomer fragt sich, wer sich im Alter um sie kümmern wird.
Viele Geriatrie- und Pflegefachleute empfinden die neuen Rahmenbedingungen auch als span-nende Herausforderung. Sie entwickeln neue Konzepte für die Alterspflege innerhalb und ausserhalb der Pflegeheime und schaffen Dienstleistungen im Interesse der Kundinnen und Kunden. Zugleich sind sie attraktive Arbeitgeber für qualifizierte Pflegende.
Die diesjährige Ircheltagung der SGGP stellt die Frage, wie weit Pflegenotstand in der Schweiz bereits existiert oder zu erwarten ist und was zu tun ist, um ihn zu verhindern. Lösungsansätze sollen erarbeitet und konkrete Empfehlungen auf den verschiedenen Ebenen der Gesund-heitspolitik formuliert werden.
Fragestellungen
Wie definiert sich Pflegenotstand?
Wo findet Pflegenotstand statt?
Welches sind die Ursachen?
Welches sind die Folgen für die Pflegebedürftigen?
Wie erleben Pflegefachleute in verschiedenen Stadien ihres Berufs denPflegenotstand?
Gibt es Unterschiede regional oder zwischen Stadt und Land?
Welche Zukunft hat die Pflege durch Angehörige?
Wo gibt es Lösungsansätze und welche Lösungen sind bereits erprobt?
Programm und Zusammenfassung 
Präsentationen zum Herunterladen
„Praxisbeispiel gegen den Pflegenotstand“
Sarah Frey, Leiterin Betriebsmanagment, Spitex Bern
Marcel Rüfenacht, Direktor Spitex Bern
Politische Massnahmen gegen den Pflegenotstand aus kantonaler Optik
Heidi Hanselmann, Regierungsrätin St. Gallen, Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes
Heraus aus dem Pflegenotstand – Die Sichtder Angehörigen
Birgitta Martensson, GeschäftsleiterinSchweizerische Alzheimervereinigung
Fachlich-inhaltliche Herausforderungen zur Bewältigung des Pflegenotstandes
Prof. Rebecca Spirig, PhD, RN, Leiterin Abteilung Klinische Pflegewissenschaft, Universitätsspital Basel & Extraordinaria Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel
Pflegenotstand: Die Probleme sind hausgemacht
Elsbeth Wandeler, Dipl. Pflegefachfrau, Gesundheitsschwester, Geschäftsführerin Schweizer Verband der Pflegefachfrauen und Männer SBK
Bericht über die Irchel-Tagung vom Careum Explorer 