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SGGP Band 99
Band 99 der SGGP-Schriftenreihe
Verhinderung
von Parallelimporten im Medikamentenbereich
Pius Gyger
Der Parallelimport von Medikamenten
wird bestimmt von Zulassungsregeln, Preis- und Erstattungsvorschriften,
Vorschriften über das geistige Eigentum und vom Wettbewerbsrecht.
Innerhalb der EU sind die rechtlichen Hemmnisse des Parallelhandels weitgehend
abgebaut. Einzig jüngste wettbewerbsrechtliche Gerichtsentscheide
scheinen den Schutz des Parallelhandels etwas einzuschränken. Mit
diesen Entscheiden greift der EuGH jedoch in die Organisationshoheit der
Mitgliedstaaten für das Gesundheitswesen ein. Sie sind deshalb umstritten.
In der Schweiz gilt seit 1.7.2009 im Grundsatz die EWR-weite Erschöpfung
des Patentrechts. Allerdings mit der Einschränkung, dass der Parallelimport
patentierter Produkte durch den Patentinhaber unterbunden werden kann,
wenn sie einer staatlichen Preisregelung – wie Medikamente der Grundversicherung
– unterstehen. Dieses Patentregime widerspricht den kartell- und
krankenversicherungsrechtlichen Intentionen. Es stellt ausserdem die Erschöpfungslehre
grundsätzlich in Frage und ist auch im Lichte der WTO-Vereinbarungen
falsch. Die Schweiz braucht dieses Regime nicht, kann sie doch den Parallelhandel
mit Medikamenten auch auf Basis von Preis- und Erstattungsregeln steuern.
ISBN Nr. 978-3-85707-099-0
Preis:
Fr. 52.- für Nicht-Mitglieder
Fr. 40.- für Mitglieder der SGGP (persönlich oder Arbeitgeber)
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