SGGP Band 80
Band 80 der SGGP-Schriftenreihe
(soeben erschienen):
Die Einführung der SwissDRGs in Schweizer Spitälern
und deren Auswirkungen auf das schweizerische Gesundheitswesen
Autor: Dr. med. Peter Indra, MPH
In der Schweiz sollen in den nächsten drei bis vier Jahren flächendeckend
in allen Akutspitälern Diagnosis Related Groups (DRGs) eingeführt
werden. Den Spitälern wird damit die Vergütung eines jeden Patientenfalls
unabhängig vom tatsächlichen Aufwand der Behandlung vorgegeben. Daraus
ergibt sich der Anreiz für den Leistungserbringer, die Behandlung mit möglichst
geringem Ressourcenverbrauch durchzuführen. Diese volkswirtschaftlich positiven
Anreize von DRG-basierten Vergütungen können jedoch von unerwünschten
Wirkungen begleitet werden. Mögliche negative Auswirkungen können
sein:
- eine Unterversorgung von Patienten (versteckte Rationierung)
- eine übermässige Verweildauerverkürzung in den Spitälern
und eine verfrühten Entlassungen von Patienten in instabilem Zustand
- eine selektive Patientenwahl
- Verschiebung von Aufgaben der Akutbehandlung in den Rehabilitationsbereich
- Mehrbelastungen von Pflegeheimen und dem nachgelagerten ambulanten Bereich
(z.B. Spitex)
Man kann weltweit sehen, dass DRGs grosse Auswirkungen auf die jeweilige Gesundheitsversorgung
gehabt haben; so führten sie z.B. in den USA zu einer Halbierung der Aufenthaltsdauern
im Akutspital bei gleichzeitigem Anstieg der ambulanten Behandlungen.
Dieses Buch zeigt u.a. auf, welche Auswirkungen die Einführung des DRG-Systems
in der Schweiz haben kann und welche Massnahmen ergriffen werden müssen,
um diesen negativen Auswirkungen entgegenwirken zu können.
Preis: Fr. 52.- (Fr. 40.- für SGGP-Mitglieder) plus Versandspesen
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