SGGP Band 79
Band 79 der SGGP-Schriftenreihe:
Patientenverfügung
zur Auftragsklärung am Lebensende
Autorin: Barbara Federspiel
In den letzten Jahrzehnten hat sich
die Medizin verändert. Diagnose und Therapiemöglichkeiten haben sich
qualitativ und quantitativ erweitert. Auf diesem Hintergrund erhält die
Auftragsklärung des Patienten eine zentrale Bedeutung im Behandlungsplan,
auch für die Entscheidungen am Lebensende.
Eine Patientenverfügung ist
ein wichtiges Dokument zur Klärung des Patientenwillens, falls der Patient
nicht mehr urteilsfähig ist. Die Frage nach einer Patientenverfügung
ist auch eine gute Möglichkeit, beim bewusstseinsklaren, urteilsfähigen
Patienten ein Gespräch zur Auftragsklärung für Entscheidungen
am Lebensende einzuleiten, auch wenn diese nicht unmittelbar anstehen.
Das Buch geht auf die theoretischen
Grundlagen zu Patientenverfügungen ein. Dabei werden die rechtlichen Aspekte
beleuchtet. Im weiteren wird ein Projekt vorgestellt, das auf der Medizinischen
Abteilung und dem Notfalldienst Lindenhofspital Bern durchgeführt wurde,
mit dem Ziel die Patientenautonomie im Hinblick auf Entscheidungen am Lebensende
zu fördern. In diesem Projekt konnte gezeigt werden, dass die Frage "Haben
Sie eine Patientenverfügung" beim Eintritt auf eine medizinische Abteilung
eines Spitals gestellt werden kann und soll.
Ein Kapitel befasst sich mit dem
"Instrument" Patientenverfügung. Abschliessend werden ethische
und gesundheitspolitische Fragen zum Thema beleuchtet. Der Anhang enthält
Auszüge aus kantonalen Gesundheitsgesetzen, Verordnungen und Dekreten,
im Weiteren sind die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizinischen
Wissenschaften, die sich zur PV äussern, aufgenommen.
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