SGGP Band 74
Band 74 der SGGP-Schriftenreihe:
Diagnosebezogene Fallpauschalen
- ein Risiko für die Krankenversicherer?
Autor: Roger Hanhart
Die Gesundheitskosten sind in den
letzten fünf Jahren um durchschnittlich 4% auf mittlerweile über 48
Mrd CHF (2002) gestiegen, und haben einen Anteil am Bruttoinlandprodukt von
11,2%. Der Anstieg war rund viermal höher als derjenige des Landesindexes
der Konsumentenpreise. Am stärksten war dabei die Kostensteigerung im stationären
Bereich. Wie sind nun die Anreize im Spital zu setzen, damit diese jährlichen
Zuwachsraten verlangsamt werden können? Auch in der Schweiz hofft man auf
einen Import aus den USA, welcher sich in zahlreichen europäischen Ländern
bereits durchgesetzt hat: DRG (Diagnosis Related Groups).
Bei diesen sogenannten diagnosebezogenen
Fallpauschalen wird nicht mehr der durchschnittliche Spitaltag, unabhängig
von der Art der Erkrankung oder Behandlung, sondern ein Preis für die effektiv
erbrachte Leistung im Spital vergütet. Mit anderen Worten: Das Geld folgt
der Leistung. Somit soll eine leistungsgerechte Abgeltung, ein aussagekräftiges
Benchmarking und eine morbiditäts-orientierte Spitalplanung ermöglicht
werden.
Deshalb wurde am 1. Mai 2004 ein
nationales Projekt gestartet, mit dem Ziel, schweizweit diagnosebezogene Fallpauschalen
im Spital einzuführen. Bereits jetzt laufen in einigen Kantonen Pilotprojekte
mit DRGs: im Kanton Waadt, in den Kantonen Schwyz und Zug werden sie gar flächendeckend
eingesetzt. Grund genug aus Versicherer-Sicht, den neuen "Hoffnungsträger"
DRG kritisch zu analysieren bzw. auf seine Risiken hinzuweisen. Welche Rahmenbedingungen
müssen gegeben sein? Welche Vorkehrungen müssen die Versicherer intern
treffen, damit DRGs erfolgreich eingesetzt werden können? Auf diese Fragen
versucht das Buch einige Antworten zu geben.
Das Buch erscheint als Band 74 der
SGGP-Schriftenreihe und kostet 26 Fr. für SGGP-Mitglieder und 36 Fr. für
Nichtmitglieder (plus Versandspesen).
E-Mail: info@sggp.ch.