Und zum Schluss noch dies .... - Et pour finir
Tatsächlich ist es für die Bevölkerung offenbar interessanter,
ob ihr persönlicher Kassenbeitrag sich pro Monat um zwei Euro senken lässt,
als sich die Frage zu stellen: "Was wird eigentlich aus mir, wenn ich Krebs
habe?" In der öffentlichen Wahrnehmung liegt die Prioriät leider
falsch.
(Karl W. Lauterbauch, Epidemiologe und Gesundheitsökonom, in: Welt am
Sonntag, 13. Februar 2005)
Case Management ohne Telematik ist wie Autofahren ohne Lenkrad.
(Siegfried Jedamzik, Facharzt für Allgemeinmedizin in Ingolstadt an der
Euroforum-Tagung zur Elektronischen Versicherten- und Patientenkarte vom 11.
Februar 2005).
In Deutschland macht man eine Gesamt-Strategie für e-Health und testet
es in den Regionen. In der Schweiz macht man Projekte in den Kantonen für
eine Strategie, die es gar noch nicht gibt.
(Ignazio Cassis, Kantonsarzt des Kantons Tessin an der Euroforum-Tagung zur
Elektronischen Versicherten- und Patientenkarte vom 11. Februar 2005).
In der Onkologie bringen sehr teure Medikamente zwar gewisse Vorteile für
die Patienten, die Heilungsrate oder Lebenserwartung aber verbessern sie leider
nur zu selten.
Es handelt sich nur in Einzelfällen um echte Innovationen, die hohe Preise
rechtfertigen.
Es steht nicht mehr der Patient im Vordergrund, sondern die Börse.
(Prof. Dr. Thomas Cerny, Chefarzt Onkologie des Kantonsspitals St. Gallen und
Präsident der Schweizerischen Krebsliga, in: Facts, 3. März 2005)
Der 60jährige Mediziner Ulrich K. Kesselring aus Uzwil ist der Erfinder
des Fettabsaugens. 1976 experimentierte Kesselring erstmals mit der von ihm
entwickelten Saugkürette, einem langen, geschärften Röhrchen,
mit dem Körperfett durch einen kleinen Schnitt am Bauch oder Bein entfernt
wird. Heute kritisiert er Ärzte, die wie Teppichhändler ihren Patientinnen
Schönheitsoperationen aufschwatzen. Auszüge aus dem Interview mit
der Schweizer Familie vom 16. Dezember 2004:
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 1/2005.