GPI Nr. 1/2003

 

 

 

 


 


Und zum Schluss noch dies ....

Ich bin überzeugt, dass es unmöglich ist, die Gesundheitskosten zu reduzieren. Das hat mit der demographischen und technischen Entwicklung zu tun. Mein Ziel wäre es, das Kostenwachstum zu bremsen. (Pascal Couchepin, Bundesrat, in einem Interview in der Coop-Zeitung vom 4. Dezember 2002)

Frau Dreifuss kann mir jederzeit Ratschläge geben. Sie wird bei mir immer willkommen sein. (Pascal Couchepin, Bundesrat, in einem Interview in der Berner Zeitung vom 19. Dezember 2002)

Krankenkassenprämien sind kein nationales Ereignis. (Pascal Couchepin, Bundesrat, in einem Interview im Facts vom 30. Januar 2003)

Alle Massnahmen, die wir treffen, laufen darauf hinaus, dass einige Leute ein bisschen weniger verdienen, und diese wehren sich dagegen.

Wir können nicht beurteilen, welche Leistungen nötig sind. Das heisst dann aber auch, dass Wettbewerb im Gesundheitswesen ebenfalls ein Schlagwort ist - und das sage ich als Freisinnige.

(beide Zitate: Christine Egerszegi, Nationalrätin, in einem Interview im ÖKK-Magazin Thema von Dezember 2002)

Wenn man die Integration aller Menschen in die Gesellschaft als wichtigste Aufgabe nimmt, dann unterscheiden sich eine Bundesrätin und eine Gefängnisdirektorin nicht derart stark.

(Ruth Dreifuss, alt-Bundesrätin, in einem Interview als noch amtierende Bundesrätin im Beobachter vom 24. Dezember 2002)

Das Gesundheitssystem ist naturgemäss in erster Linie ein Reparaturbetrieb. Wer sich freut, dass die Gesundheitsbranche blüht und jährlich fast 2 Mrd Fr. mehr umsetzt, vergisst oder verdrängt etwas ziemlich Wichtiges: Der Boom beruht auf Krankheiten, Unfällen, Schmerz und Leid. Freuen sich solche Leute auch über die Kriminalität und den Terrorismus, weil sie Arbeitsplätze in der Sicherheitsbranche und in Gefängnissen schaffen?

(Gerhard Kocher, in: HandelsZeitung, Nr. 6, 5. Februar 2003)

Man sieht es mir nicht an, aber ich bin nicht pflegeleicht.

(Felix Gutzwiller, in: SonntagsBlick, Nr. 6, 9. Februar 2003)

Paradox erscheint hingegen, dass das Gesundheitswesen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich recht gut funktionierte, jedenfalls waren alle ziemlich zufrieden damit: Patienten, Ärzte, Spitäler, Apotheker, Therapeuten, die Industrie, die Politiker, die Krankenkassen, die Versicherten und die Steuerzahler. Doch umgekehrt proportional zur Erhöhung des Angebotes und zur Verbesserung der Dienstleistungen stieg die Unzufriedenheit.

(Alfred M. Debrunner, in: Schweizerische Ärztezeitung, 15. Januar 2003).

Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 1/2003.