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GPI-LIGHT: Gesundheitspolitische Zitate - Scherz, Satire, Ironie und tiefere
Bedeutung
- Statistik ist ein Verfahren, welches gestattet, geschätzte Grössen
mit einer Genauigkeit von Hundertstelprozenten auszudrücken. (Helmar
Nahr)
- If it can't be expressed in figures, it is not science; it is opinion. (Lazarus
Long)
- Niemand kann die Frage beantworten: Was gehört zur Grundversicherung
und was nicht? (Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Deutschland)
- Ausser den USA gibt es weltweit kein Land, in dem die Pharmalobby so stark
ist wie in der Schweiz. Und das sind auch genau die beiden Länder, in
denen die Ausgaben am stärksten steigen: bei uns um 11%, in den USA um
12%... Vielleicht müsste man eine Verstaatlichung der Pharmabranche diskutieren.
(Nationalrat Franco Cavalli, SP)
- Apotheker können mehr, als sie dürfen. (Günter Friese, Präsident
Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA)
- Die Stressproblematik [im Spital] wird vor allem von den Pflegenden thematisiert
und nach Möglichkeit bekämpft, während sie von den Aerzten,
und damit den Hauptverantwortlichen, zumeist verdrängt wird. (Stefan
Würsch, Direktor Spital Uster)
- To cease smoking is the easiest thing I ever did. I ought to know because
I've done it a thousand times. (Mark Twain)
- Zu den schmerzlichsten Erscheinungen unserer Zeit gehört es, dass es
nur die beschränkten Menschen sind, die sich ihrer Meinung sicher sind.
(Bertrand Russell)
- Ein gelehrter Dummkopf ist ein grösserer Dummkopf als ein unwissender
Dummkopf. (Molière)
- The great tragedy of Science - the slaying of a beautiful hypothesis by
an ugly fact. (Thomas Henry Huxley)
- In vergangenen Zeiten hat man die Assistenzärzte so lange ausgebeutet
und gepiesackt, bis sie geistig bereit waren, lebenslänglich ihre Frustrationen
zu kompensieren, indem sie so viel wie möglich verdienen.(...) In keinem
anderen Berufszweig herrscht gegenwärtig mehr Unzufriedenheit als in
den Spitälern. Es ist sogar möglich, dass es hier zum ersten Mal
in der Schweiz zum Generalstreik kommt.(...) Es ist unglaublich, dass in Fribourg
wohnhafte PatientInnen heute die grösseren Schwierigkeiten haben, in
ein Berner Spital einzutreten, als bespielsweise portugiesische PatientInnen
beim Eintritt in ein finnisches Spital. (Franco Cavalli)
- Die Entscheide des Wirtschafts- und des Finanzministers beeinflussen die
Gesundheit der Bevölkerung stärker als die des Gesundheitsministers,
obwohl sich alle drei dieser Tatsache nicht bewusst sind. (Patrizia Pesenti,
Tessiner Gesundheitsdirektorin)
- Um die Jahrhundertwende lebten in der Schweiz ca. 3,3 Mio Menschen. Heute
zählt die Schweiz rund 7 Mio Einwohner... ("Das Gesundheitswesen
in der Schweiz", Ausgabe 2001) [rasantes Bevölkerungswachstum in
einigen Monaten!]
- Evan's Law of Politics: When our people get to the point where they can
do us some good, they stop being our people. (Stanton Evans)
- You can fool some of the people all of the time and all of the people some
of the time, and that's sufficient. (Unbekannt)
- In den gesundheitspolitischen Diskussionen geht es immer um Organisation
und Finanzierung, aber vom wichtigsten, dem Gesundheitszustand, ist nie die
Rede... Wir haben einen übersteigert kultivierten Föderalismus.
(Regierungsrätin Patrizia Pesenti, Gesundheitsdirektorin Kanton Tessin)
- Wir leben in einem föderalistischen Staat mit dem bekannten Vorteil,
dass wir die Gesundheitsversorgung bevölkerungsnah organisieren können,
aber auch mit dem Nachteil der Unübersichtlichkeit, der Ueberadministration,
einer gewissen Schwerfälligkeit durch unterschiedliche Entscheidungsprozesse
und hin und wieder hinderliche 26 kantonale Gartenzäune, mit einem oft
sehr belasteten Verhältnis zwischen Bund und Kantonen. (Regierungsrätin
Alice Scherrer, Präsidentin der Schweiz. Sanitätsdirektorenkonferenz)
- Nearly all men can stand adversity, but if you want to test a man's character,
give him power. (Lincoln)
- Der Radius von Politikern ist oft nur 50 Kilometer und ihr Zeithorizont
meistens nur ein Jahr... Vor solchen Leuten kann ich doch keinen Respekt haben.
(Daniel Vasella, heutiger Novartis-Chef, 1996)
- Ab 60 wird jeder zu einer Karikatur seiner selbst. Politiker schon früher.
Gesundheitsökonomie hat mit Gesundheit noch weniger zu tun als mit Oekonomie.-
Jeder Idiot kann das Gesundheitswesen kritisieren, und die meisten tun es
auch.- Im Film "Rambo 7" löst Stallone seinen bisher härtesten
Auftrag: er muss unnötige Provinzspitäler eliminieren! - Frage nicht,
was der Staat für dich tun kann, sondern frage, warum er es nicht tut.-
Die Medizin hat eine grosse Zukunft hinter sich. (Gerhard Kocher)
GPI Nr. 4/2001
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