GPI Nr. 4/2001

 

 

 

 


 


GPI-LIGHT: Gesundheitspolitische Zitate - Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

  • Statistik ist ein Verfahren, welches gestattet, geschätzte Grössen mit einer Genauigkeit von Hundertstelprozenten auszudrücken. (Helmar Nahr)
  • If it can't be expressed in figures, it is not science; it is opinion. (Lazarus Long)
  • Niemand kann die Frage beantworten: Was gehört zur Grundversicherung und was nicht? (Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Deutschland)
  • Ausser den USA gibt es weltweit kein Land, in dem die Pharmalobby so stark ist wie in der Schweiz. Und das sind auch genau die beiden Länder, in denen die Ausgaben am stärksten steigen: bei uns um 11%, in den USA um 12%... Vielleicht müsste man eine Verstaatlichung der Pharmabranche diskutieren. (Nationalrat Franco Cavalli, SP)
  • Apotheker können mehr, als sie dürfen. (Günter Friese, Präsident Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA)
  • Die Stressproblematik [im Spital] wird vor allem von den Pflegenden thematisiert und nach Möglichkeit bekämpft, während sie von den Aerzten, und damit den Hauptverantwortlichen, zumeist verdrängt wird. (Stefan Würsch, Direktor Spital Uster)
  • To cease smoking is the easiest thing I ever did. I ought to know because I've done it a thousand times. (Mark Twain)
  • Zu den schmerzlichsten Erscheinungen unserer Zeit gehört es, dass es nur die beschränkten Menschen sind, die sich ihrer Meinung sicher sind. (Bertrand Russell)
  • Ein gelehrter Dummkopf ist ein grösserer Dummkopf als ein unwissender Dummkopf. (Molière)
  • The great tragedy of Science - the slaying of a beautiful hypothesis by an ugly fact. (Thomas Henry Huxley)
  • In vergangenen Zeiten hat man die Assistenzärzte so lange ausgebeutet und gepiesackt, bis sie geistig bereit waren, lebenslänglich ihre Frustrationen zu kompensieren, indem sie so viel wie möglich verdienen.(...) In keinem anderen Berufszweig herrscht gegenwärtig mehr Unzufriedenheit als in den Spitälern. Es ist sogar möglich, dass es hier zum ersten Mal in der Schweiz zum Generalstreik kommt.(...) Es ist unglaublich, dass in Fribourg wohnhafte PatientInnen heute die grösseren Schwierigkeiten haben, in ein Berner Spital einzutreten, als bespielsweise portugiesische PatientInnen beim Eintritt in ein finnisches Spital. (Franco Cavalli)
  • Die Entscheide des Wirtschafts- und des Finanzministers beeinflussen die Gesundheit der Bevölkerung stärker als die des Gesundheitsministers, obwohl sich alle drei dieser Tatsache nicht bewusst sind. (Patrizia Pesenti, Tessiner Gesundheitsdirektorin)
  • Um die Jahrhundertwende lebten in der Schweiz ca. 3,3 Mio Menschen. Heute zählt die Schweiz rund 7 Mio Einwohner... ("Das Gesundheitswesen in der Schweiz", Ausgabe 2001) [rasantes Bevölkerungswachstum in einigen Monaten!]
  • Evan's Law of Politics: When our people get to the point where they can do us some good, they stop being our people. (Stanton Evans)
  • You can fool some of the people all of the time and all of the people some of the time, and that's sufficient. (Unbekannt)
  • In den gesundheitspolitischen Diskussionen geht es immer um Organisation und Finanzierung, aber vom wichtigsten, dem Gesundheitszustand, ist nie die Rede... Wir haben einen übersteigert kultivierten Föderalismus. (Regierungsrätin Patrizia Pesenti, Gesundheitsdirektorin Kanton Tessin)
  • Wir leben in einem föderalistischen Staat mit dem bekannten Vorteil, dass wir die Gesundheitsversorgung bevölkerungsnah organisieren können, aber auch mit dem Nachteil der Unübersichtlichkeit, der Ueberadministration, einer gewissen Schwerfälligkeit durch unterschiedliche Entscheidungsprozesse und hin und wieder hinderliche 26 kantonale Gartenzäune, mit einem oft sehr belasteten Verhältnis zwischen Bund und Kantonen. (Regierungsrätin Alice Scherrer, Präsidentin der Schweiz. Sanitätsdirektorenkonferenz)
  • Nearly all men can stand adversity, but if you want to test a man's character, give him power. (Lincoln)
  • Der Radius von Politikern ist oft nur 50 Kilometer und ihr Zeithorizont meistens nur ein Jahr... Vor solchen Leuten kann ich doch keinen Respekt haben. (Daniel Vasella, heutiger Novartis-Chef, 1996)
  • Ab 60 wird jeder zu einer Karikatur seiner selbst. Politiker schon früher. Gesundheitsökonomie hat mit Gesundheit noch weniger zu tun als mit Oekonomie.- Jeder Idiot kann das Gesundheitswesen kritisieren, und die meisten tun es auch.- Im Film "Rambo 7" löst Stallone seinen bisher härtesten Auftrag: er muss unnötige Provinzspitäler eliminieren! - Frage nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern frage, warum er es nicht tut.- Die Medizin hat eine grosse Zukunft hinter sich. (Gerhard Kocher)


GPI Nr. 4/2001