GPI Nr. 3/2001

 

 

 

 


 


GPI-Light: Gesundheitspolitische Zitate - Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

  • Jedem fünften deutschen Mann sind handelsübliche Kondome zu gross... In erigiertem Zustand seien die besten Stücke des Mannes durchschnittlich 10-19 cm (14,48 cm im Mittel) lang... In den meisten bisherigen Untersuchungen haben die Probanden selbst nachgemessen. Das habe zu deutlich höheren Längenwerten geführt, so Pro Familia. (Aerzte-Zeitung)
  • Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen. (Bertrand de Jouvenel)
  • Das einzige Programm Schmidts besteht im Stillstand. Im Kern sind Sie eine wandelnde Beruhigungspille. (Früherer Gesundheitsminister Seehofer über die gegenwärtige deutsche Gesundheitsministerin)
  • Was soll ich mit Ihnen reden? Ich habe demnächst einen Termin bei Ihrem Chef! (Marlene Dietrich auf dem Totenbett zum Priester)
  • Jeder vierte Verkehrstote starb an einem Baum. (Süddeutsche Zeitung)
  • Das Pharmageschäft ist nicht konjunkturabhängig, sondern produkteabhängig. (Daniel Vasella, Chef Novartis)
  • Disease Management ist wie Sex bei Jugendlichen: Alle reden darüber, jeder denkt, die anderen tun es und die, die es tun, tun es schlecht. (Gabriele Müller de Cornejo)
  • If you are not wealthy, better stay healthy! (Motto in den USA)
  • Ueberzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
  • Der typische Journalist in der Schweiz lebt in der Deutschschweiz, ist männlich... (Neue Zürcher Zeitung)
  • "Röstigraben" beim Abtreiben. (Titel in der Neuen Zürcher Zeitung)
  • Wir sind over-apotheked. (Nationalrat Rudolf Strahm, SP)
  • Der schweizerische Pharmamarkt ist nicht nur wettbewerbsrechtlich fast abgeschottet, sondern die Branche ist auch eine der skrupellosesten in der Schweiz. (Nationalrat Rudolf Strahm, SP)
  • Nicht an unseren Taten, sondern an unseren Daten werden wir gemessen. (Unbekannt)
  • Tabak tötet - ich bin der lebende Beweis. (John Wayne in seinen letzten Stunden vor dem Lungenkrebs-Tod)
  • Es gibt zu denken, dass die gesetzliche Krankenversicherung rund 100 Millionen Franken für Dinge wie Hals-, Nasen- und Fusspilzsprays ausgibt - für Mittel gegen banalste Erkrankungen also. (Felix Gutzwiller, Nationalrat FDP)
  • Wir geben für das Krankwerden immer noch mehr Geld aus als für das Gesundwerden. (Unbekannt)
  • Heute verdienen die Thurgauer Aerzte mit rund 10'000 Fr. pro Monat gleich viel wie ein Sekundarlehrer. (Mathias Wenger, Präsident der Thurgauer Aerztegesellschaft)
  • Wir haben im Tessin eine hervorragende Medizin. Wir meinen, wenn wir nach Como oder Milano gehen, müssen wir sofort sterben. (Patrizia Pesenti, Tessiner Gesundheitsdirektorin)
  • Kein Unternehmen produziert einfach so drauflos wie das Gesundheitswesen. (Nationalrätin Stephanie Baumann, SP, Verwaltungsrats-Präsidentin Inselspital Bern)
  • You cannot fight against the future. (Gladstone)
  • Heute werden täglich leidende Menschen - zum Beispiel mit Morphinen - langsam zum Sterben gebracht, ohne dass sie je um ihre Meinung befragt worden wären. In Holland wäre dies strafbar. (Franco Cavalli, Onkologe, Nationalrat SP)
  • 10 bis 20% der medizinischen Leistungen sind überflüssig. (Nationalrat Franco Cavalli, SP)
  • Ein Viertel aller von Aerzten abgerechneten Leistungen ist schlicht überflüssig. (Karl Lauterbach, Gesundheitsökonom, Köln)
  • Es gibt keinen gigantischeren Futtertrog als die Medizin.- Der Wissenschafter kommt mit der kontrollierten randomisierten multizentrischen peer-reviewten Doppelblindstudie, und der Politiker sagt "Hä?" - Jeder Beruf hat seine eigene Abstiegskarriere: die Ballettänzerin landet im Bordell, der Journalist in der PR, der Arzt in der Industrie.- Gesundheit ist das Höchste. Gut! - Leistung muss belohnt werden. Davon sind alle überzeugt, die eine Million geerbt haben.- Der Föderalismus geht flöten, die Neutralität geht flöten - wer kann noch behaupten, dass es keinen Fortschritt gibt? - Nur wer die Zukunft kennt, kann die Gegenwart verstehen.- Bis 50 hat man eine Zukunft, danach eine Restlebenszeit.- Es gibt nicht nur Hurrapatrioten, sondern auch Hurramediziner.- Das 20. Jahrhundert hat nicht viel gebracht ausser guten Medikamenten.- In seinen letzten schweren Stunden vor dem Tod fand er Trost und Halt in seinem tiefen Glauben an die freie Marktwirtschaft. (Gerhard Kocher)


GPI Nr. 3/2001