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Einzelne Länder
Privatisierung verlagert nur Kosten, senkt aber nicht die Ausgaben
Nimmt man die Erfahrungen in der Schweiz als Massstab, dann wird der Gesundheitsreform
in Deutschland kein Erfolg beschieden sein. Diese Auffassung vertritt Thomas
Gerlinger, Gesundheitsexperte am Wissenschaftszentrum Berlin. Er hat in einer
Studie die Auswirkungen des schweizerischen Krankenversicherungsgesetzes seit
Inkrafttreten im Jahr 1996 analysiert und kommt zum Schluss: "Die Privatisierung
von Gesundheitskosten ist kein geeignetes Instrument, um die Ausgaben in der
Krankenversicherung zu senken." Vielmehr, so Gerlinger im Gespräch
mit der ÄrzteZeitung, geraten dann "Strukturen, die ineffizient sind,
aus dem Blickfeld der Politik." Die Studie ist abrufbar unter: http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2003/i03-301-pdf.
Wörterbuch der Sozialpolitik
Erwin Carigiet, Ueli Mäder und Jean-Michel Bonvin sind die Herausgeber
dieses Buchs, das im besten Begriff ist, schon in der ersten deutschsprachigen
Auflage - ein französisches Pendant gibt es schon länger - ein Standardwerk
zu werden (Rotpunktverlag, ISBN 3-85869-253-0, 54 Franken). Es vereinigt das
Fachwissen und die Erfahrung von 337 Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft,
Politik, Verwaltung, Justiz sowie Nichtregierungsorganisationen und Beiträge
zu 758 Stichworten. Es bietet einen guten Überblick über die Sozialpolitik
und wegen der zahlreichen Querverweise und Literaturangaben einen Fundus an
weitergehenden Informationsmöglichkeiten für Interessierte. Das Buch
entstand unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen Vereinigung für
Sozialpolitik (SVSP).
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen"
(GPI), Nr. 4/2003.
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