GPI Nr. 1/2005

 

 

 

 


 


Einzelne Länder - Divers pays


Deutschland - Allemagne

Krankengeld
Im Nomos-Verlag ist dieses 308 Seiten umfassende Handbuch von Josef Berchtold erschienen (ISBN 3-8329-0767-X). Die Rechtsfragen rund um das Krankengeld spielen in der betrieblichen Praxis eine bedeutende Rolle. Die Zahl der anwaltlichen Beratungsfälle steigt, die Vielfalt von Reformgesetzen im Krankenversicherungsbereich führt zu weiteren Rechtsproblemen. Der vorliegende Band gibt auf systematischer Grundlage Antworten auf Fragen aus der Praxis. Der Autor ist Richter am Bundessozialgericht.

Gesundheit nach Mass?
Carl Friedrich Gethmann, Wolfgang Gerok, Hanfried Helmchen, Klaus-Dirk Henke, Jürgen Mittelstrass, Eberhard Schmidt-Assmann, Günther Stock, Jochen Taupitz und Felix Thiele sind die Autoren dieser Arbeit (Akademie-Verlag, ISBN 3-05-004103-X, 69.80 Euro). Es soll "eine transdisziplinäre Studie zu den Grundlagen eines dauerhaften Gesundheitssystems" sein. Liest man jedoch die Ausführungen über die Schweiz, so glaubt man sich mindestens teilweise in einem anderen Land. Denn was da alles so vorbildlich und verbreitet sein soll, können wohl nur Schreibtischtäter so formulieren. Fragen an die Autoren: Wissen Sie, wieviele Leute in der Schweiz in Managed-Care-Modellen versichert sind, die diesen Namen auch verdienen? Hatte die Schweiz vor der Einführung des KVG ein marktwirtschaftlicheres System oder nicht?

 

Schweiz - Suisse

Das neue Heilmittelgesetz
Tomas Poledna und Thomas Eichenberger sind die Herausgeber dieses Buchs (Schulthess-Verlag, ISBN 3-7255-4863-3, 72 Franken). Dieser Sammelband soll eine erste Bilanz des Gesetzes liefern und umfasst die Referate einer Tagung vom 19. November 2003 in Bern. Artikel geschrieben haben neben Thomas Eichenberger Paul Richli, Andreas Balsiger Betts, Peter Braunhofer, Urs Saxer, Daniel Hugentobler und Philipp Straub.

Les coûts de la santé selon le sexe
Das schweizerische Gesundheitsobservatorium hat die im vergangenen Sommer bereits in deutscher Sprache publizierte Arbeit von Paul Camenzind und Claudia Meier (Hrsg.) nun auch auf Französisch veröffentlicht (Verlag Hans Huber, ISBN 3-456-84199-X, 27 Franken).

Was zahlt die Krankenversicherung?
Alfred Vaucher und Jürg Zollikofer haben dieses Manual der Schweizer Vertrauensärzte herausgegeben (EMH-Verlag, ISBN 3-7965-2044-8). Das Geleitwort stammt von Professor Erwin Murer. Dieses Buch dürfte aber weit über die Vertrauensärzte hinaus für technisch an der Krankenversicherung Interessierte von Bedeutung sein, liefert es doch in einem ersten allgemeinen Teil wichtige Informationen über verschiedene Institutionen und Organisationen.

Que paie l'assurance-maladie?
Diese Publikation bildet das französischsprachige Pendant zum vorgängig erwähnten Buch von Alfred Vaucher und Jürg Zollikofer, die auch bei dieser Ausgabe als Herausgeber zeichnen (ISBN 3-7965-2045-6).

Vertragsgestaltung
Aufhebung des Vertragszwangs, Verträge mit ausländischen Leistungserbringern, Verträge zwischen Privaten und dem Staat könnten in den nächsten Jahren auch im Gesundheitswesen vermehrt zum Thema werden. Rainer Schumacher hat sich in einem Grundlagenwerk aus juristischer Sicht generell mit der Vertragsgestaltung auseinandergesetzt. Grosser Vorteil dieses Buchs ist, dass es sich vom Gedanken leiten lässt, dass jeder Vertrag ein System darstellt. Entsprechend liefert er auch die Systemtechnik (Schulthess-Verlag, ISBN 3-7255-4833-1, 198 Franken). Ein spannendes Buch, auch wenn es nicht in erster Linie für das Gesundheitswesen geschrieben wurde.

Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 1/2005.