GPI Nr. 4/2007

 

 

 

 


 


Public Health - La santé publique


Gesundheitsfördernde Praxen
Chancen einer salutogenetischen Orientierung in der hausärztlichen Praxis beschreibt dieses Buch von Ottomars Bahrs und Peter F. Matthiesen (Hrsg.) (Verlag Hans Huber, ISBN 978-3-456-84454-1, 64 Franken). Diese vom AOK-Bundesverband geförderte Studie bietet Einblicke in die konkrete hausärztliche Praxis. In interdisziplinären Qualitätszirkeln wurden Videoaufnahmen aus Sprechstundengesprächen von Hausärzten und Patientenvertretern diskutiert, unter Berücksichtigung biographischer und lebensweltlicher Aspekte analysiert sowie fallbezogen mit Ergebnissen von Arzt- und Patientenbefragungen zusammengeführt. Die Ergebnisse des Buchs verdeutlichen, dass Salutogenese ein lebenslanger Prozess ist, der vom Behandler unterstützt werden kann. Ausserdem bringt die Einzelfallperspektive zum Ausdruck, wie sehr Ärzte Beratungskompetenz brauchen, ein Verständnis lebensweltlicher und biographischer Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, Krankheit und Gesundheit als Prozesse zu begreifen.

Transkulturelle Kompetenz
Dieses Lehrbuch für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe von Dagmar Domenig (Hrsg.) ist in zweiter, vollständig überarbeiteter und erweiterter Auflage erschienen (Verlag Hans Huber, ISBN 978-3-456-84256-1, 84 Franken). Die Titel der einzelnen Artikel lauten:

Teil I:
1. Kultur als Begriff und als Ideologie - historisch und aktuell.
2. Von der Assimilation zur Integration: Konzepte, Diskurse und gesellschaftlicher Wandel.
3. Religiöse Hintergründe und soziale Praktiken.
4. Grund- und Menschenrechte im transkulturellen Kontext.
5. Rassismus und rassistische Diskriminierung. 6. Gewalt und Migration.
7. Migration und Gesundheit.

Teil II:
1. Das Konzept der transkulturellen Kompetenz.
2. Gesundheits- und Krankheitskonzepte.
3. Behandlung und Pflege in soziozentrierten Kontexten.
4. Professionelles Übersetzen.
5. Die Bedeutung des Nonverbalen in der Kommunikation.
6. Die Bedeutung der leiblichen Kommunikation im Kontext transkultureller Pflege.
7. Bedeutung der Kommunikation in der transkulturellen Pflege.
8. Pflegediagnosen und -diagnostik im Migrationskontext.
9. Transkulturelle Pflegeanamnese.
10. Transkulturelle Kompetenzerweiterung als Herausforderung für die Aus- und Weiterbildung.
11. Die Vermittlung der transkulturellen Pflege in der Aus- und Weiterbildung.
12. Transkulturelle Organisationsentwicklung.

Teil III:
1. Migrationskinder.
2. Alter und Migration.
3. MigrantInnen in der Altenpflege.
4. MigrantInnen in der Gesundheitsversorgung.
5. Schwangerschaft und Geburt im Migrationskontext.
6. Verhütung und Schwangerschaftsabbruch bei MigrantInnnen.
7. Frauenbeschneidung oder weibliche Genitalverstümmelung.
8. Psychische Störungen im Migrationskontext.
9. Krisenintervention im Migrationskontext.
10. Traumatisierungen bei MigrantInnen mit Folter- und Kriegserfahrungen.
11. Schmerz im Migrationskontext.


Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 4/2007.