Public Health - La santé publique
Gesundheitsfördernde Praxen
Chancen einer salutogenetischen Orientierung in der hausärztlichen Praxis
beschreibt dieses Buch von Ottomars Bahrs und Peter F. Matthiesen (Hrsg.) (Verlag
Hans Huber, ISBN 978-3-456-84454-1, 64 Franken). Diese vom AOK-Bundesverband
geförderte Studie bietet Einblicke in die konkrete hausärztliche Praxis.
In interdisziplinären Qualitätszirkeln wurden Videoaufnahmen aus Sprechstundengesprächen
von Hausärzten und Patientenvertretern diskutiert, unter Berücksichtigung
biographischer und lebensweltlicher Aspekte analysiert sowie fallbezogen mit
Ergebnissen von Arzt- und Patientenbefragungen zusammengeführt. Die Ergebnisse
des Buchs verdeutlichen, dass Salutogenese ein lebenslanger Prozess ist, der
vom Behandler unterstützt werden kann. Ausserdem bringt die Einzelfallperspektive
zum Ausdruck, wie sehr Ärzte Beratungskompetenz brauchen, ein Verständnis
lebensweltlicher und biographischer Zusammenhänge sowie die Fähigkeit,
Krankheit und Gesundheit als Prozesse zu begreifen.
Transkulturelle Kompetenz
Dieses Lehrbuch für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe von Dagmar Domenig
(Hrsg.) ist in zweiter, vollständig überarbeiteter und erweiterter
Auflage erschienen (Verlag Hans Huber, ISBN 978-3-456-84256-1, 84 Franken).
Die Titel der einzelnen Artikel lauten:
Teil I:
1. Kultur als Begriff und als Ideologie - historisch und aktuell.
2. Von der Assimilation zur Integration: Konzepte, Diskurse und gesellschaftlicher
Wandel.
3. Religiöse Hintergründe und soziale Praktiken.
4. Grund- und Menschenrechte im transkulturellen Kontext.
5. Rassismus und rassistische Diskriminierung. 6. Gewalt und Migration.
7. Migration und Gesundheit.
Teil II:
1. Das Konzept der transkulturellen Kompetenz.
2. Gesundheits- und Krankheitskonzepte.
3. Behandlung und Pflege in soziozentrierten Kontexten.
4. Professionelles Übersetzen.
5. Die Bedeutung des Nonverbalen in der Kommunikation.
6. Die Bedeutung der leiblichen Kommunikation im Kontext transkultureller Pflege.
7. Bedeutung der Kommunikation in der transkulturellen Pflege.
8. Pflegediagnosen und -diagnostik im Migrationskontext.
9. Transkulturelle Pflegeanamnese.
10. Transkulturelle Kompetenzerweiterung als Herausforderung für die Aus-
und Weiterbildung.
11. Die Vermittlung der transkulturellen Pflege in der Aus- und Weiterbildung.
12. Transkulturelle Organisationsentwicklung.
Teil III:
1. Migrationskinder.
2. Alter und Migration.
3. MigrantInnen in der Altenpflege.
4. MigrantInnen in der Gesundheitsversorgung.
5. Schwangerschaft und Geburt im Migrationskontext.
6. Verhütung und Schwangerschaftsabbruch bei MigrantInnnen.
7. Frauenbeschneidung oder weibliche Genitalverstümmelung.
8. Psychische Störungen im Migrationskontext.
9. Krisenintervention im Migrationskontext.
10. Traumatisierungen bei MigrantInnen mit Folter- und Kriegserfahrungen.
11. Schmerz im Migrationskontext.
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 4/2007.