Rückblick: Irchel-Tagung
2006
Rund 200 Personen besuchten am 3. Oktober die Irchel-Tagung der SGGP in Zürich.
Unter dem provokativen Titel "Qualität - zum Abschuss frei gegeben?"
informierten sich Fachleute aus Pflege, Medizin, Versicherungen, Spitalverwaltungen,
Patientenorganisationen, Behörden und Politik über Chancen und Risiken
der Einführung neuer Vergütungsformen im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt
stand die geplante, schweizweite Einführung von SwissDRG (diagnosebezogenen
Fallpauschalen) in den Spitälern.
Als vorläufiges Fazit der Tagung kann folgendes fest gehalten werden:
Die Einführung von SwissDRG ist eine Chance für mehr Effizienz und
Qualität im Gesundheitswesen, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt
sind:
- Die Pflegeleistungen werden in die Berechnungen der Fallpauschalen integriert.
- Patientengerechte Behandlungsketten werden gefördert und überwacht.
- Die Finanzierung der nachgelagerten Bereiche Rehabilitation, Übergangs-
und Langzeitpflege, wird nachhaltig und sozialverträglich geregelt.
- Im Vordergrund der Überlegungen steht nicht Sparen, sondern Effizienz-
und Qualitätsgewinn, Patientenfreundlichkeit und Kostentransparenz.
Die Evaluation ergab eine insgesamt gute bis sehr gute Bewertung: 89 Prozent
derjenigen, die den Fragebogen ausgefüllt hatten, bewerteten die Irchel-Tagung
als interessant oder sehr interessant, 71 Prozent als lehrreich oder sehr lehrreich.
Nur gerade drei BesucherInnen bereuten ihre Teilnahme.
Die Präsentationen der Irchel-Tagung 2006 sind zum Herunterladen bereit
unter www.sggp.ch.
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 4/2006.