GPI Nr. 3/2008

 

 

 

 


 


Einzelne Länder - Divers Pays


Schweiz - Suisse

Krankheit und Recht
Die Arbeit von Myriam Schwendener widmet sich dem grundlegenden Verhältnis von Krankheit und Recht  (Helbing & Lichtenhahn Verlag, ISBN 978-3-7190-2811-4, 58 Franken). Insbesondere wird der Krankheitsbegriff nach Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts einer vertieften Analyse unterzogen und in medizinische, philosophische und soziologische Begriffstraditionen und Lehrmeinungen eingebettet. Auf „Übersetzungsschwierigkeiten“ zwischen den verschiedenen Disziplinen Medizin und Recht und auf den Übergang von Krankheit  zu Invalidität wird verwiesen.

Nutzenorientierter Wettbewerb im schweizerischen Gesundheitswesen: Möglichkeiten und Chancen
Herausgeber dieser Studie von Elizabeth Olmsted Teisberg von der Darden Graduate School of Business der Universität Virginia sind economiesuisse, Klinik Hirslanden AG, Interpharma, Schweizerischer Versicherungsverband und Swissom IT Services. Das Vorwort geschrieben hat Urs Stoffel, der Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich. Die Arbeit präsentiert folgende Empfehlungen: 1. Die Stärken des heutigen Systems sollen beibehalten werden. 2. Die Messung und die Veröffentlichung risikobereinigter Ergebnisse nach ärztlichen Teams und Diagnosen haben für alle Beteiligten oberste Reformpriorität. 3. Der Bund soll Ergebnismessungen aktiv unterstützen. 4. Spitäler und Ärzteteams sollen die Versorgung nach Diagnosen und über den ganzen Behandlungszyklus hinweg organisieren. 5. Krankenversicherer sollen in zwei Bereichen miteinander konkurrieren: beim Patientennutzen und bei der Messung der Gesundheit ihrer Mitglieder nach Behandlungsergebnissen. 6. Die Eigenverantwortung fördern, nicht die Kostenverlagerung auf die Versicherten. 7. Die Entwicklung elektronischer Gesundheitsdossiers, die dem Versicherten gehören und von ihm kontrolliert werden. 8. Mit Kantonsgrenzen übergreifendem Wettbewerb im Inland international Patienten gewinnen.

Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 3/2008.