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Public Health - La santé publique
"Zero Tolerance" gegen soziale Randgruppen?
Susanne Paula Leiterer untersucht in diesem Buch hoheitliche Massnahmen gegen
Mitglieder der Drogenszene, Wohnungslose, Trinker und Bettler in New York City
und Deutschland (Verlag Duncker & Humblot, ISBN 978-3-428-12170-0, 68 Euro).
Die Autorin kommt zum Schluss, dass das Polizeirecht nicht das richtige Instrumentarium
ist, die zunehmenden sozialen Probleme in deutschen Innenstädten zu lösen.
Einmal mehr: interessante Public Health-Bücher aus dem Mabuse-Verlag
Der Mabuse-Verlag zeichnet sich immer wieder durch gesellschaftskritische, fundierte
und interessante Bücher aus. Dabei sind dem GPI-Redaktor im Bereich Public
Health diesmal folgende Bücher aufgefallen:
- Marjorie Tew: Sichere Geburt? Eine kritische Auseinandersetzung mit der
Geschichte der Geburtshilfe. Herausgegeben und übersetzt wurde dieses
Buch von Clarissa Schwarz und Katja Stahl (ISBN 978-3-938304-06-8, 39 Euro,
512 Seiten). Die britische Statistikerin Marjorie Tew hat untersucht, ob die
Geburt durch die moderne Geburtsmedizin tatsächlich sicherer geworden
ist. Sie argumentiert anhand statistischer Zahlen und kommt zum Schluss, dass
es keinen kausalen Zusammenhang gibt zwischen den Tatsachen, dass erstens
die Sterblichkeit bei Geburten heute so gering ist und zweitens fast alle
Kinder heute in Kliniken geboren werden. Vielmehr sind nach Auffassung der
Autorin die Gründe zum grössten Teil bei der besseren Gesundheit
der Frauen - u.a. durch verbesserte Wohnverhältnisse, Hygiene, Ernährung
und geringere Kinderzahl - zu suchen.
- Barbara Duden: Der Frauenleib als öffentlicher Ort (ISBN 978-3-938304-76-1,
15.90 Euro). Dieses Buch aus dem Luchterhand-Verlag aus dem Jahr 1991 ist
neu erschienen. Die Autorin beschreibt darin bestürzt die Umstülpung
der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Schwangerschaft.
- Gerhard Nübel/ Heinz-Peter Kuhlmann/ Bernd Meissnest (Hrsg.): Leben
bis zuletzt. Das Ende neu entdecken (ISBN 978-3-938304-43-3, 16.80 Euro).
In der Arbeit mit alten Menschen stellt die Auseinandersetzung mit dem Ende
des Lebens eine besondere Herausforderung dar. Seelsorge, Sterbebegleitung,
Abschiednehmen, die Begegnung mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen bestimmen
die Beziehungsgestaltung mit hochbetagten Menschen und ihrem Umfeld. Hinzu
kommen die Verknappung der Ressourcen und eine zunehmende Ökonomisierung
der Gesundheitspolitik. Zwischen zurückhaltendem professionellen Handeln
und unverantwortlichem Sparen bleibt oft nur ein schmaler Grat. Dieses Buch
fasst die Beiträge des 11. Gütersloher Gerontopsychiatrischen Symposiums
zu diesen Herausforderungen zusammen. Sie sollen auch die Chancen verdeutlichen,
die sich mit dem letzten Lebensabschnitt verbinden.
Sozial- und Präventivmedizin - Public Health
SGGP-Ehrenmitglied Felix Gutzwiller und Fred Paccaud haben die dritte, vollständig
überarbeitete Auflage dieses Standardwerks herausgegeben (Verlag Hans Huber,
ISBN 978-3-456-83912-7, 68 Franken). Es vermittelt einen Überblick über
die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen der Sozial- und Präventivmedizin
bzw. von Public Health. Der erste, allgemeine Teil umfasst die grundlegenden
Konzepte, Begriffe und Methoden, die in Public Health zum Einsatz kommen. Der
zweite, spezifische Teil beinhaltet die Epidemiologie der verschiedenen, wichtigen
Krankheitsgruppen sowie die entsprechenden Interventionsmöglichkeiten und
Massnahmen der Prävention. Dazu gehört auch die Dimension der internationalen
Gesundheit. Kapitel zur Umwelt-, Arbeits- und Versicherungsmedizin runden die
Inhalte von Public Health ab (522 Seiten, 112 Abbildungen, 85 Tabellen).
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen"
(GPI), Nr. 3/2007.
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