GPI Nr. 1/2009

 

 

 

 


 


Was ich noch sagen wollte – Ce que je voulais encore dire


Dieses Mal möchte der GPI-Redaktor diese Rubrik zwei Tops widmen (über Flops hören wir ja genug):

  1. Der Verein Aargauische Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (VAKA) hat anlässlich der Grossratswahlen vom 8. März 2009 im Kanton Aargau eine Sonderausgabe „Gesundheitspolitik wohin? – Sie haben die Wahl!“ publiziert. Sämtlichen Kandidatinnen und Kandidaten wurden folgende Fragen gestellt:

    1. Welches sind die prioritären Herausforderungen für das aargauische Gesundheitswesen in der kommenden Legislaturperiode?
    A) Versorgungssicherheit, B) Patientenwohl, C) Kosteneinsparungen, D) Sicherung der Arbeitsplätze.

    2. Die Lebenserwartung steigt, unsere Gesellschaft wird älter. Damit verbunden sind neue Aufgaben für das Gesundheitswesen. Sind Sie bereit, für die Zukunftsaufgaben entsprechende Finanzen an das aargauische Gesundheitswesen zu sprechen?

    3. Das aargauische Gesundheitswesen steht im Wettbewerb. Wie setzen Sie Ihre Schwerpunkte?

    4. Angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen stellt sich u.a. auch die Frage nach Einschränkung von Leistungen. Finden Sie es notwendig, den Zugang zu medizinischen Leistungen zu beschränken, um die Kostensteigerung einzudämmen?

    5. Sind Sie bereit, in die Professionalisierung und Sicherstellung der Weiterentwicklung des Ausbildungswesens im aargauischen Gesundheitswesen zu investieren?

    Die Antworten sind namentlich in der Sonderausgabe aufgeführt. Auch jene Kandidaten sind aufgeführt, die nicht geantwortet haben.

  • Der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer will demnächst den Grossteil seiner finanziellen Beziehungen zu Ärzten und Forschern offen legen. Vom Frühjahr 2010 an sollen alle Honorare auf der Firmen-Website zu finden sein. Mit diesem Schritt will Pfizer mehr Vertrauen in seine Arbeitsweise und Medikamente schaffen. Pfizer will u.a. Zahlungen an Forscher für Studien der Phasen I bis IV offen legen. Im vergangenen Jahr hatte der US-Konzern nach eigenen Angaben weltweit mit fast 8000 Medizinern bei mehr als 280 klinischen Studien zusammengearbeitet. Künftig will Pfizer exakte Angaben darüber publizieren, wer Zahlungen in welcher Höhe für welche Leistung entgegengenommen hat. Auch Mahlzeiten und andere nicht monetäre Zuwendungen sollen aufgeführt werden. Andere internationale Pharmakonzerne wie Eli Lilly, Merck & Co (in der Schweiz MSD) oder GlaxoSmithKline hatten ebenfalls angekündigt, in unterschiedlichem Umfang Zahlungen an Àrzte für Redner- und Beratertätigkeiten offenzulegen (zitiert nach: Deutsches Ärzteblatt online, 17. Februar 2009).

Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 1/2009.