Gesundheitsbericht Oberösterreich
2000
Dieses Werk ist von Krankenversicherungsträger,
Oberösterreichischer Landesregierung und der Landeshauptstadt gemeinsam
herausgegeben worden und ist für Österreich einmalig. Abschluss dieses
Berichts bilden 10 Gesundheitsziele für Oberösterreich. Diese sind
folgende:
1. Bis zum Jahr 2010 sollte
die Häufigkeit von Diabetesfolgen wie Amputationen, Blindheit, Nierenversagen,
Schwangerschaftskomplikationen und andere Gesundheitsstörungen um 15% reduziert
werden.
2. Bis zum Jahr 2005 sollten
mindestens 50% der 6jährigen Kinder kariesfrei sein und 12jährige
sollten im Durchschnitt höchstens 3 kariöse, extrahierte oder gefüllte
Zähne aufweisen. Bis zum Jahr 2010 sollten mindestens 80% der 6jährigen
Kinder kariesfrei sein und 12jährige sollten im Durchschnitt höchstens
1.5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne aufweisen.
3. Bis zum Jahr 2005 sollten
mindestens 10% aller mittleren und grossen Unternehmen sich zur Umsetzung der
Prinzipien eines gesunden Unternehmens/ Betriebs verpflichten.
4. Bis zum Jahr 2010 sollte
die Suizidrate um ein Drittel zurückgehen.
5. Bis zum Jahr 2005 oder
sogar früher sollten einheimische Masern in der Region eliminiert werden
und bis 2010 sollte die Eliminierung der Krankheit zertifiziert werden können.
6. Bis zum Jahr 2010 oder
sogar früher sollte - in Bezug auf Mumps, Pertussis und invasive Erkrankungen
durch Haemophilus influenza Typ B eine Inzidenz von weniger als 1 pro 100'000
Einwohner und in Bezug auf kongenitale Röteln eine Inzidenz von weniger
als 0.01 pro 1000 Lebendgeburten erreicht werden.
7. Bis zum Jahr 2010 sollte
die Mortalität infolge von Herz-Kreislauf-Krankheiten in der Altersgruppe
unter 65 Jahre im Durchschnitt mindestens 20% zurückgehen, Atemwegserkrankungen
sollten nachhaltig und kontinuierlich zurückgehen.
8. Bis zum Jahr 2010 sollte
der Anteil des Pro-Kopf-Alkoholkonsums um 20% gesenkt werden. In der Altersgruppe
unter 15 Jahren sollte er nahezu Null betragen; der Anteil der Nichtraucher
sollte in der Altersgruppe über 15 Jahren 80% und in der Altersgruppe unter
15 Jahren nahezu 100% betragen.
9. Bis zum Jahr 2005 sollte
mindestens 50% aller Kinder die Möglichkeit geboten werden, eine gesundheitsfördernde
Schule zu besuchen.
10. Bis zum Jahr 2001 sollten
sich mindestens 50% aller Städte, städtischen Ballungsgebiete und
Gemeinden aktiv an einem Netzwerk gesunder Städte bzw. Gemeinden beteiligen.
Zu jedem dieser 10 Ziele formuliert der Bericht die Ausgangslage und eine Strategie.
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen"
(GPI), Nr. 1/2002.