GPI Nr. 3/2006

 

 

 

 


 


Gesundheitswesen allgemein - Système de la santé en général

Reproductive Health Indicators
Diese WHO-Publikation präsentiert Guidelines for their generation, interpretation and analysis for global monitoring (ISBN 92-4-156315-X, 15 Franken). Es wird folgende Shortlist of Indicators for global monitoring of reproductive health näher ausgeführt: 1. Total fertility rate. 2. Contraceptive prevalence. 3. Maternal mortality ratio. 4. Antenatal care coverage. 5. Births attended by skilled health personnel. 6. Availability of basic essential obstetric care. 7. Availability of comprehensive essential obstetric care. 8. Perinatal mortality rate. 9. Prevalence of low birth weight. 10. Prevalence of positive syphilis serology in pregnant woman. 11. Prevalence of anaemia in women. 12. Percentage of obstetric and gynaecological admissions owing to abortion. 13. Reported prevalence of women with genital mutilation. 14. Prevalence of infertility in women. 15. Reported incidence in urethritis in men. 16. Prevalence of HIV infection in pregnant women. 17. Knowledge of HIV-related preventive practices.

Gesundheitsdaten verstehen
Joseph Kuhn und Manfred Mildner stellen in ihrem Buch allgemeinverständlich Ausdrücke aus der Welt der Gesundheitsdaten dar. Sie zeigen anhand konkreter Beispiele, wie Statistiken gelesen werden sollten und welche Fallstricke dabei zu beachten sind. Ausserdem erfährt man auf unterhaltsame Weise, wie es um die Gesundheit der Menschen in Deutschland bestellt ist. Vorkenntnisse der Statistik oder Medizin sind nicht erforderlich, was das Buch erst recht sympathisch macht (Verlag Hans Huber, ISBN 3-456-84355-0, 32 Franken).

Modelle von Gesundheit und Krankheit
Alexa Franke versucht in diesem Buch, Definitionen und Modelle von Gesundheit, Krankheit und Behinderung zu vermitteln und aufzuzeigen, welche Folgen unterschiedliche Theorieansätze für die Gesundheitsversorgung haben (Verlag Hans Huber, ISBN 3-456-84353-4, 32 Franken). Was bedeuten Begriffe wie "Gesundheit" oder "Krankheit" in Politik, Medizin, Pflege, bei Versicherungen oder in der Rechtssprechung? Wer versteht was unter Gesundheit und Krankheit? Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen kommt zum Ausdruck, dass vermehrt von einem biomedizinischen Krankheitsverständnis ausgegangen wird.

Inventar ausgewählter Gesundheitsdatenbanken in der Schweiz
Das Arbeitsdokument 20 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums stellt die Aktualisierung und Erweiterung des ursprünglichen Dokuments für das Jahr 2006 dar. Verfasst haben es Silvia Strub und Maik Roth (ISBN 3-907872-34-7, 10 Franken).

Beratung, Counseling, Consulting
Verschiedene Institutionen im Gesundheitswesen müssen, dürfen, können sich mit öffentlichen und privaten Beratungen auseinandersetzen. Dieses Buch von Eva Bamberg, Jana Schmidt und Kathrin Hänel (Hrsg.) gibt Einblicke in diese "Zunft" aus einer wissenschaftlichen Perspektive (Brockhaus-Verlag, ISBN 3-8017-1927-8, 39.95 Euro). Das 383 Seiten umfassende Buch ist in drei Hauptteile gegliedert: I. Anforderungen und Lernen in der Beratung. II. Unterstützung von Lernprozessen. III.Entwicklungsperspektiven.

Impact Assessment of Neuroimaging
Dieser Final Report in englischer Sprache ist von Bärbel Hüsing, Lutz Jäncke und Brigitte Tag verfasst worden (ISBN 3-7281-3065-6, 118 Franken). Die Autoren kommen u. a. zum Schluss, dass es eine intensivere öffentliche Debatte brauche. Die Studie ist von TA-Swiss finanziert worden, welche solche Debatten zu anderen Themen in der Vergangenheit bereits durchgeführte. Der Chefredaktor fragt sich allerdings, wie eine breitere öffentliche Debatte in Gang kommen soll, wenn der Schlussbericht nicht einmal in einer der schweizerischen Landessprachen verfasst worden ist und dadurch wohl noch zusätzliche Übersetzungskosten generiert werden müssen.

Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen" (GPI), Nr. 3/2006.