Gesundheitswesen allgemein - Système de la santé
en général
Reproductive Health Indicators
Diese WHO-Publikation präsentiert Guidelines for their generation, interpretation
and analysis for global monitoring (ISBN 92-4-156315-X, 15 Franken). Es wird
folgende Shortlist of Indicators for global monitoring of reproductive health
näher ausgeführt: 1. Total fertility rate. 2. Contraceptive prevalence.
3. Maternal mortality ratio. 4. Antenatal care coverage. 5. Births attended
by skilled health personnel. 6. Availability of basic essential obstetric care.
7. Availability of comprehensive essential obstetric care. 8. Perinatal mortality
rate. 9. Prevalence of low birth weight. 10. Prevalence of positive syphilis
serology in pregnant woman. 11. Prevalence of anaemia in women. 12. Percentage
of obstetric and gynaecological admissions owing to abortion. 13. Reported prevalence
of women with genital mutilation. 14. Prevalence of infertility in women. 15.
Reported incidence in urethritis in men. 16. Prevalence of HIV infection in
pregnant women. 17. Knowledge of HIV-related preventive practices.
Gesundheitsdaten verstehen
Joseph Kuhn und Manfred Mildner stellen in ihrem Buch allgemeinverständlich
Ausdrücke aus der Welt der Gesundheitsdaten dar. Sie zeigen anhand konkreter
Beispiele, wie Statistiken gelesen werden sollten und welche Fallstricke dabei
zu beachten sind. Ausserdem erfährt man auf unterhaltsame Weise, wie es
um die Gesundheit der Menschen in Deutschland bestellt ist. Vorkenntnisse der
Statistik oder Medizin sind nicht erforderlich, was das Buch erst recht sympathisch
macht (Verlag Hans Huber, ISBN 3-456-84355-0, 32 Franken).
Modelle von Gesundheit und Krankheit
Alexa Franke versucht in diesem Buch, Definitionen und Modelle von Gesundheit,
Krankheit und Behinderung zu vermitteln und aufzuzeigen, welche Folgen unterschiedliche
Theorieansätze für die Gesundheitsversorgung haben (Verlag Hans Huber,
ISBN 3-456-84353-4, 32 Franken). Was bedeuten Begriffe wie "Gesundheit"
oder "Krankheit" in Politik, Medizin, Pflege, bei Versicherungen oder
in der Rechtssprechung? Wer versteht was unter Gesundheit und Krankheit? Bei
der Suche nach Antworten auf diese Fragen kommt zum Ausdruck, dass vermehrt
von einem biomedizinischen Krankheitsverständnis ausgegangen wird.
Inventar ausgewählter Gesundheitsdatenbanken in der Schweiz
Das Arbeitsdokument 20 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums stellt
die Aktualisierung und Erweiterung des ursprünglichen Dokuments für
das Jahr 2006 dar. Verfasst haben es Silvia Strub und Maik Roth (ISBN 3-907872-34-7,
10 Franken).
Beratung, Counseling, Consulting
Verschiedene Institutionen im Gesundheitswesen müssen, dürfen, können
sich mit öffentlichen und privaten Beratungen auseinandersetzen. Dieses
Buch von Eva Bamberg, Jana Schmidt und Kathrin Hänel (Hrsg.) gibt Einblicke
in diese "Zunft" aus einer wissenschaftlichen Perspektive (Brockhaus-Verlag,
ISBN 3-8017-1927-8, 39.95 Euro). Das 383 Seiten umfassende Buch ist in drei
Hauptteile gegliedert: I. Anforderungen und Lernen in der Beratung. II. Unterstützung
von Lernprozessen. III.Entwicklungsperspektiven.
Impact Assessment of Neuroimaging
Dieser Final Report in englischer Sprache ist von Bärbel Hüsing, Lutz
Jäncke und Brigitte Tag verfasst worden (ISBN 3-7281-3065-6, 118 Franken).
Die Autoren kommen u. a. zum Schluss, dass es eine intensivere öffentliche
Debatte brauche. Die Studie ist von TA-Swiss finanziert worden, welche solche
Debatten zu anderen Themen in der Vergangenheit bereits durchgeführte.
Der Chefredaktor fragt sich allerdings, wie eine breitere öffentliche Debatte
in Gang kommen soll, wenn der Schlussbericht nicht einmal in einer der schweizerischen
Landessprachen verfasst worden ist und dadurch wohl noch zusätzliche Übersetzungskosten
generiert werden müssen.
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen"
(GPI), Nr. 3/2006.