GPI Nr. 3/2004

 

 

 

 


 


Band 79

Patientenverfügung zur Auftragsklärung am Lebensende

Autorin: Barbara Federspiel

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Medizin verändert. Diagnose und Therapiemöglichkeiten haben sich qualitativ und quantitativ erweitert. Auf diesem Hintergrund erhält die Auftragsklärung des Patienten eine zentrale Bedeutung im Behandlungsplan, auch für die Entscheidungen am Lebensende.

Eine Patientenverfügung ist ein wichtiges Dokument zur Klärung des Patientenwillens, falls der Patient nicht mehr urteilsfähig ist. Die Frage nach einer Patientenverfügung stellt auch eine gute Möglichkeit dar, beim bewusstseinsklaren, urteilsfähigen Patienten ein Gespräch zur Auftragsklärung für Entscheidungen am Lebensende einzuleiten, auch wenn diese nicht unmittelbar anstehen.

Das Buch "Patientenverfügung zur Auftragsklärung am Lebensende" geht auf die theoretischen Grundlagen zu Patientenverfügungen ein. Dabei werden die rechtlichen Aspekte beleuchtet. Im weiteren wird ein Projekt vorgestellt, das auf der Medizinischen Abteilung und dem Notfalldienst des Lindenhofspitals in Bern durchgeführt wurde, mit dem Ziel die Patientenautonomie im Hinblick auf Entscheidungen am Lebensende zu fördern. In diesem Projekt konnte gezeigt werden, dass die Frage "Haben Sie eine Patientenverfügung?" beim Eintritt in eine medizinische Abteilung eines Spitals gestellt werden kann und soll.

Ein Kapitel befasst sich mit dem "Instrument" Patientenverfügung. Abschliessend werden ethische und gesundheitspolitische Fragen zum Thema beleuchtet. Der Anhang enthält Auszüge aus kantonalen Gesundheitsgesetzen, Verordnungen und Dekreten, im Weiteren sind die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften aufgenommen, die sich zur Patientenverfügung äussern.