Arzneimittelbudgets: schwere Vorwürfe
gegen eine Untersuchung von Health Econ
Wolfgang Hartmann-Besche untersuchte
die Auswirkungen des deutschen Arzneimittelbudgets auf die Effizienz des Arzneimitteleinsatzes.
Er tat dies, indem er eine im Auftrag eines pharmazeutischen Unternehmens erstellte
Produktivitätsanalyse des deutschen Arzneimittelmarktes überprüfte.
Die Analyse der Daten und angewandten Methoden ergab, dass die These der durch
Health Econ durchgeführten Untersuchung, die Arzneimittelbudgets hätten
zu Kostenverlagerungen insbesondere im Spitalbereich geführt, statistisch
nicht belegt werden kann. Einer der Hauptkritikpunkte besteht darin, dass die
Autoren die verordneten Packungen als Messgrösse für den Arzneimitteleinsatz
verwenden, statt die definierte Tagesdosis (defined daily dose = DDD). Bezieht
man die DDD ein, verkehrt sich die behauptete Beziehung ins Gegenteil.
(Gesundheit und Gesellschaft, Nr.
1/ 2002)
Quelle: "Gesundheitspolitische Informationen"
(GPI), Nr. 1/2002.